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02.02.2017

Zwischen Kühen und Traktoren: DRK im Großeinsatz auf der Grünen Woche

Von: DRK-Breitschaft Berlin

Das DRK ist erster Ansprechpartner bei Notfällen. Foto: Jéremie Christaller/DRK

Das DRK ist erster Ansprechpartner bei Notfällen. Foto: Jéremie Christaller/DRK

Wenn zur weltweit bedeutendsten Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau hunderttausende Besucher auf das Berliner Messegelände kommen, darf auch das Deutsche Rote Kreuz nicht fehlen. Mit täglich rund 60 ehrenamtlichen Helfern war das DRK vom 20. bis 29. Januar 2017 auf der Grünen Woche im Einsatz, um den Sanitäts- und Rettungsdienst sicherzustellen. Dafür waren neben den Sanitätern, die sich auf die verschiedenen Rettungswachen auf dem Gelände verteilten, auch drei Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort. Bis zu zwei weitere Fahrzeuge wurden zudem bei Bedarf als sogenannte First Responder eingesetzt, um jeden Ort des 550.000 Quadratmeter großen Veranstaltungsgeländes schnellstmöglich erreichen zu können.

Über 700 Mal mussten die Sanitäter im Verlauf der 10 Messetage tätig werden, bei insgesamt etwa 400.000 Besuchern eine erfreulich geringe Zahl. Dabei waren die Einsatzanlässe höchst unterschiedlich. Das Spektrum reichte von leichten Schnittverletzungen oder Verbrühungen, beispielsweise aus den zahlreichen Küchenbereichen der Messe, über Besucher, die zu wenig oder zu viel getrunken hatten, bis hin zu schwereren Verletzungen etwa durch Stürze oder Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Rund 80 Patienten mussten deshalb zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser gebracht werden.

Zur Koordination des Großeinsatzes hatte der federführende Kreisverband Berlin-City eine eigene Leitstelle auf dem Messegelände eingerichtet, in der interne Notrufe entgegengenommen, Rettungsmittel disponiert und mit Unterstützung der Zentralbereitschaft Fernmeldedienste der Funkverkehr mit allen beteiligten Einsatzkräften abgewickelt wurde. Außerdem sorgte ein Verpflegungsteam für die Versorgung aller eingesetzten DRK-Helfer.

Unterstützung bekamen die Berliner Einsatzkräfte auch von außerhalb. Rot-Kreuz-Helfer aus Offenburg, Esslingen, Bonn und Schaumburg waren extra nach Berlin gereist, um bei der Grünen Woche Dienst zu tun – ein Einsatz der inzwischen Tradition hat und von den Berlinern mit Gegenbesuchen zu dortigen Großveranstaltungen honoriert wird.

Auch das Berliner Jugendrotkreuz war auf der Messe aktiv und bot seinen Rollstuhlservice an. Besucher, die nicht gut zu Fuß sind, haben damit die Möglichkeit, sich einen Rollstuhl auszuleihen, um die Ausstellungshallen zu erkunden. Bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit, sich direkt von den Jugendlichen betreuen und über das Gelände schieben zu lassen.

Text: Joachim Lemmel